Die Kunst am Ei

Es geht mit Riesenschritten auf die CREATIVA zu. Und unweigerlich auch auf Ostern. Da stellt sich für so manche(n) die Frage, wie wohl in diesem Jahr das Haus geschmückt und wie die Ostereier gestaltet werden. Zumindest letztere Frage ist für Roma Fromme-Monsees kein Thema. Die in Kapstadt geborene 52-jährige hat Architektur, Grafik und Kunstgeschichte studiert, arbeitet als Kalligraphin und Heraldikerin und hat die Kunst am Ei entdeckt.

„Das Ei ist für mich Kunstobjekt für das ganze Jahr“, sagt sie. Und für diese Kunst ist ihr kein Ei zu klein. Selbst auf die Eier von Zebrafinken bringt sie Bibelthemen, Schrift oder thematisiert Sonne und Mond. „Ich setze unzählige Themen um. Von einfachen Kalligraphien, also schön geschriebener Schrift bis hin zum philosophischen Text ist alles dabei“, kündigt Roma Fromme-Monsees an. Auf der CREATIVA wird sie jeden Tag in einem anderen Gewand erscheinen und so verschiedene Zeitalter repräsentieren. „Das wird lebendige Geschichte.“

An ihrem Stand in Halle 4 innerhalb des Gemeinschaftsstandes fokus.kreatives.handwerk zeigt sie nicht nur gestaltete Eier von vielen Vögeln, sondern erklärt auch, zu welchem Jahrhundert die aufgemalte Schrift gehört. Bibeltexte sind das beispielsweise, aber auch bekannte Werke von großen Schriftstellern wie der Osterspaziergang aus Goethes Faust. Auch ins All geht es: Wer also mal den Urknall auf einem Straußenei sehen will, sollte am Stand der Kalligraphin vorbeischauen.


Sie selbst freut sich schon sehr darauf: „Ohja, das wird auf jeden Fall spannend, auch für mich. Ich habe den Großteil schon verpackt, bin mitten in den Vorbereitungen für eine Ausstellung und muss mich nebenbei auch noch um die Zeitschrift meines Vereins ‚Die Kielfeder‚ kümmern. Meine ganze Konzentration liegt aber auf Dortmund – ich biete eine echte Schau.“

Fotos mit freundlicher Genehmigung von Roma Fromme-Monsees.