Grafiken aus Wasser

In Halle 4 begegnet Ihr Ursula Schmidt-Troschke. Die Künstlerin aus Essen zeigt hier ihre Wassergrafiken. Selbige entstehen in einem Drucktisch. Das ist ein Tisch mit einer hohen Leiste ringsherum. In dieses „Becken“ werden mehrere Lagen mit dünner, durchsichtiger Folie gelegt. Danach kommt ein mit Methylcellulose angedicktes Wasser, das mit Farben vermischt wird. Durch Bewegung mit verschiedenen Werkzeugen gerät die Flüssigkeit ins Schwanken. Wenn sich alles beruhigt hat, wird ein Blatt Papier auf diese bunte Masse gelegt. Im Nu saugt sich das Papier mit Farbe und Wasser voll. Heraus kommt ein Kunstwerk, das nicht nur ungewöhnlich aussieht, sondern auch ein Unikat ist.

„Das ist schon ein sehr altes Verfahren. Vor 3000 Jahren haben das die Chinesen schon gemacht, auch in der Türkei hat man auf Wassergrafiken Verträge gedruckt, damit man sicher sein konnte, dass es sich wirklich um ein Original handelt“, so Ursula Schmidt-Troschke. Für ihre Kunst nimmt sie nicht irgendein Papier. „Das kommt aus Bhutan, ist so genanntes Himalayapapier“, erklärt sie.

Die Preise für solch ein Kunstwerk bewegen sich zwischen 10 und 80 Euro. Erschwinglich, wenn man bedenkt, dass man garantiert der einzige Besitzer des jeweiligen Bildes ist.