Häkeln gegen die Kälte

Noch immer macht der Frühling irgendwo anders auf dieser Welt Urlaub – nur nicht bei uns in Deutschland. Kein Wunder, dass mancher da auf die Idee kommt, dem einen oder anderen ein wärmendes Strickkleid überzuhelfen. Und sei es nur einem Denkmal. Wie die „Schlanke Mathilde“ in Hörde. Diese ist von eifrigen Häklerinnen und Häklern der Jugend[Kultur]Werkstatt* in ein wärmendes Wollkleid gehüllt worden.

Damit greifen die jungen Damen und Herren einen Trend auf, der längst als „Guerilla Stitching“, „Urban Nitting“ oder auch „Powerhäkeln“ bekannt ist. Die moderne Form der Straßenkunst verhüllt Gegenstände vorübergehend in Wolle.

Manchmal soll mit dem Guerilla-Stricken auch auf politische Miss-Stände hingewiesen werden. Wie etwa über die Osterfeiertage: Da wurde in Leipzig die so genannte „Demokratieglocke“ auf dem Augustusplatz eingestrickt. Die Leipziger Bunte Strick-Guerilla wollte damit auf den Umgang mit Denkmälern in der Stadt aufmerksam machen. Und ganz nebenbei bekam das in Leipzig umstrittene „Ei“ wenigstens zu Ostern eine sinnvolle Bedeutung. Die Stadtverwaltung nahm es zumindest gelassen.

Was oder wen würdet Ihr gern mal einstricken?

*) Die Jugend[Kultur]Werkstatt ist eine von drei Jugendwerkstätten in Dortmund und wird durch Mittel des Landes NRW (Kinder- und Jugendförderplan des Landes NRW) sowie durch das Jugendamt der Stadt Dortmund gefördert. Darüber hinaus ist es ein Leitprojekt des „Aktionsplans Soziale Stadt Dortmund“. Träger der Jugend[Kultur]Werkstatt in Hörde sind die Grünbau GmbH und die dobeq GmbH.

Kommentare (1)

  1. gudrun schümchen 7. April 2013 @ 14:36

    Wir sind gerade in den Vorberitungen, die Bäume auf unsrem Marktplatz einzustricken. Wir haben aber bei der Stadtverwaltung um Erlaubnis gebeten, weil wir eine große Aktion machen wollen (z.B.stricken in den
    seniorenheimen und in vrschiedenen Gruppen)
    ich wrde Euch dann ein Foto zuschicken.

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