Malen mit Wolle


Manuela Urban-Lehmann geht einer ganz besonderen Kunst nach: Sie malt mit Wolle. Wobei es eher ein Modellieren statt Malen ist, was die ehemalige Maskenbildnerin mit der gefärbten Schafwolle anstellt. „Meine Leinwand ist ein Stück Stoff“, sagt sie und führt vor, wie ihre ungewöhnlichen Bilder entstehen. Behutsam aber dennoch mit schneller, geübter Hand, zupft sie ein wenig der Wolle ab und streicht es auf das Textil. „Durch die kleinen Widerhaken in der Wolle bleibt diese direkt auf dem Stoff, Kleber ist nicht nötig und würde das Gesamtbild auch nur stören“, so Manuela Urban-Lehmann. Durch das Übereinanderlegen verschiedener Schichten entsteht schließlich das fertige Bild, das auf diese Weise ein wenig plastisch wirkt. Werden die Bilder gerahmt, sehen sie von Weitem betrachtet aus wie Aquarelle. Erst bei näherer Betrachtung werden die Wollfasern sichtbar – und schon entsteht das Gespräch mit der Künstlerin.


Gefärbt wird die Wolle der Künstlerin mit Pflanzen. „Diese Methode begleitet den Menschen schon seit Urzeiten“, sagt sie. Pflanzen gelten seit jeher als lebendige Wesen und die Farben, die aus ihnen gewonnen werden, schreibt man seelische Kräfte zu. Zumindest bewirkt die natürliche Färbung eine besondere Lebendigkeit unter verschiedenen Lichtbedingungen. Auf diese Weise entstünde etwas „Märchenhaftes“ – womit der Name „Märchenwollbilder“ für das Atelier von Manuela Urban-Lehmann erklärt wäre.

Kommentare (1)

  1. Die bilder sind der Hammer wow

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