Schmuck aus Besteck

Es klingt ungewöhnlich, was Stephanie Meinardus mit altem Besteck macht. Dabei ist die Idee, aus Silberlöffeln, Gabeln oder Tortenhebern Silberschmuck zu formen, nicht neu. „Schon nach dem zweiten Weltkrieg wurde aus Besteck Schmuck gemacht. Auch aus Afrika ist das überliefert, des weiteren gibt es in Deutschland einen Besteckkünstler, der das seit den 80er Jahren macht“, klärt Stephanie Meinardus auf.



Die Passion der Künstlerin vom Atelier Cutleryart aus Dörpen ist es, dem Besteck als Schmuck komplett neue Formen zu geben, sie mit Edelsteinen zu versehen oder auf andere Weise besonders zu machen. Auch Dekorationselemente wie Wandlichthalter aus Tortenhebern oder Kleiderhaken aus Gabeln entstehen bei ihr.

Die Verarbeitung von Silberbesteck zu Schmuck sei nicht schwierig, sagt sie. „Feinsilberbestecke lassen sich gut bearbeiten, lediglich bei ganz neuen Bestecken, die heutzutage nur noch kurz ins Silberbad gehalten werden, müssen wir passen“, so Stephanie Meinardus. Direkt auf der Messe zeigt sie, wie das Ganze von Statten geht. „Wer will, kann sein altes Besteck mitbringen, wir arbeiten das dann vor Ort um. Natürlich nur, wenn es sich um eine einfache Sache handelt, die nicht allzu aufwändig ist“, erklärt die Künstlerin. Wer Bedenken hat, ob sein mittlerweile schwarzer Silberlöffel auch geeignet ist, kann beruhigt sein: Die Teile werden aufpoliert, so wie es mit altem Silberschmuck auch getan wird. Wer also noch Einzelteile an Silberbesteck hat und diese zu einer neuen Funktion umarbeiten lassen will, sollte sie mitbringen.



Außerdem zeigt Stephanie Meinardus Schmuck aus ihrem Bestand. Ketten, Ohrringe, Armreifen sowie Wandlichthalter und einiges mehr. Kinder haben außerdem die Möglichkeit, sich ein Schmuckteil selbst anzufertigen.

Cutleryart findet Ihr in Halle 4, Stand F52.

Fotos: Auftragsarbeiten von Stephanie Meinardus.