Stein an Stein

Die Suche nach neuen Verwirklichungsmöglichkeiten brachte mich jüngst in einen Bastelladen, den ich freudig-erwartend mit einer Holzschachtel, Farbe und quietschgelben Mosaiksteinen wieder verließ. Zu Hause angekommen, breitete ich alte Zeitungen auf dem Tisch aus, packte meine Utensilien in greifbare Nähe und begann, eine kleine Schatztruhe für meine Tochter zu gestalten.

Die ältesten Mosaike werden auf ein Enstehungsdatum irgendwann zwischen 3000 und 2500 vor Christus geschätzt und wurden auf dem Gebiet Mesopotamiens gefunden. Auch heute haben Mosaike noch eine große historische Bedeutung, man sieht sie an und in Moscheen oder anderen an öffentlichen und privaten Gebäuden vor allem im europäischen Raum und im Nahen Osten. Der Güell-Park in Barcelona, gestaltet von Gaudi, ist ein Mosaikparadies moderner Zeit.

Dass meine kleine Schatztruhe in die Geschichte eingeht, wage ich zu bezweifeln, aber der Weg ist das Ziel und ich lege los. Zunächst habe ich die komplette Schachtel mit Acryllack bemalt, natürlich nach dem ich alle Metallteile abgeschraubt hatte. Damit die Farbe wirklich deckt und schön leuchtet, wurde die Kiste zweimal lackiert. Mit einer kleinen Farbrolle macht sich das wirklich super.

Nachdem die Farbe getrocknet war, konnte ich mit dem Kleben der Steine anfangen, den passenden Kleber gibt es zu den Steinen dazu. Ich habe zu Beginn genau in der Mitte des Deckels ein Kreuz gemacht und von dort aus angefangen zu kleben. Man sollte vorher ungefähr wissen, welches Muster man gestalten möchte, so dass man den Steinverbrauch ausrechnen kann.

Mein Muster hat sich letztlich einfach ergeben. Ich habe daran ca. eine Stunde gearbeitet und in dieser Zeit völlige Ruhe genossen. Über meine Geduld war ich sehr überrascht. Am Ende musste ich mich lediglich bremsen, nicht immer weitere Steine anzufügen, sondern das Muster so bestehen zu lassen.

Ich kann diese Kunst nur empfehlen, es macht wirklich Spaß und bringt schöne Ergebnisse. Ich habe gleich tags darauf noch Spiegelfliesen und ein Vogelhaus beklebt, weil ich nicht genug davon bekommen konnte.